Bundesspielmannszug St. Victor Xanten - bundesspielmannszug.de
Montag, 19 März 2012 12:36

Chronik

geschrieben von 

Geschichte(n) unseres Zuges

Gedanken von Einem, der dazu verdonnert wurde eine Chronik zu schreiben!

 

Wie fängt man an?

Was wurde bereits zum 25jährigen Jubiläum zu Papier gebracht?

Soll ich das einfach abschreiben und dann weiterführen?

Was muss unbedingt in eine Chronik rein?

Auf was kann man verzichten?

Muss eine Chronik unterhaltsam und gut lesbar sein?

Welche Quellen kann ich anzapfen?

 

Einfach anfangen, habe ich mir gedacht. Doch wo?

Dann habe ich mich entschieden: Ganz am Anfang!

1921 gab es in Xanten einen Kaplan Wimmer. Der sprach auf dem Schulhof der Fortbildungsschule mehrere Jungs an, ob sie nicht Lust hätten im Rahmen des Jünglingsvereins ein Trommler- und Pfeiferkorps zu gründen. Es existieren sogar noch die Namen der Jungs, die damals den Anfang machten. Es waren Arnold Buntenbroich, Heinrich Brauer, Heinrich Heindorf, Josef Kröll, Heinrich Stenert, Karl Welter und Jacob Wichter.

Die Ausbildung der Trommler wurde vom legendären und späteren Tambourmajor des Spielmannszuges Gerd Fischer übernommen. Die Flötisten gingen bei Ernst Bucksteegen in die „Lehre“. Der erste Marsch der einstudiert wurde war der Torgauer.

Zum ersten Auftritt, Einweihung des Kolpinghauses, wurde aus eigenen Mitteln die Uniform angeschafft: Weiße Hosen, weiße Hemden, weiße Röcke (als Rock wurde damals die Uniformjacke bezeichnet) mit rot-weißen Schwalbennestern.

Unsere Uniform war geboren. (Auch wenn wir diese später um die schwarze Hose ergänzten)

Bereits im Jahre 1924 trat die „Knüppelkapelle“ das erste Mal mit der St.Victor Bruderschaft bei einem Treffen der niederrheinischen Schützenbruderschaften an und auf. In den folgenden Jahren entwickelte sich das Korps immer mehr. Kaplan Arden, einer der Nachfolger von Kaplan Wimmer, war ein nimmermüder Förderer und Motor der Knüppeljungs.

1926 übernahm Gerd Fischer die Stabführung. Unter seiner Regie wurde das Korps zu einem der Besten weit und breit. Die Namensbezeichnung wechselte in diesen Jahre des öfteren, ohne das Chronist herausbekam warum. Sicher ist nur, dass das Tambourkorps bis zum zweiten Weltkrieg DJK Spielmannszug hieß.

Leider überlebten die Hälfte der Spielleute diesen unsäglichen Krieg nicht und die Anderen hatten zunächst andere Sorgen als sich um das Tambourkorps zu kümmern.

Es dauerte bis Ende 1946, Xanten lag immer noch in Schutt und Asche, als der damalige Oberst unserer Bruderschaft Heinrich Imgrund, auf Gerd Fischer zuging und ihm den Vorschlag machte ein Tambourkorps für die St.Victor Bruderschaft zu gründen. Gerd Fischer nahm begeistert an. Gemeinsam besuchten sie die überlebende Spielleute, die Werbetrommel wurde gerührt und in sehr kurzer Zeit waren genügend ausbildungsbereite Jungspielleute gefunden. Auch ein Großteil der „Alten“ wollte wieder mitmachen. Richard Romes, Erich Temath, Theo Möllemann, Heinrich Jansen, Willi Kröll, Willi Bullmann, Willi Bienemann, Günter Kellendonk (leider sind nicht mehr Namen herauszukriegen) begannen mit der Ausbildung unter dem strengen, aber immer alle mitreißenden Dirigat von Gerd Fischer.

Interessant ist wie damals Instrumente besorgt wurden. Das ging nämlich nur auf dem Schwarzmarkt. Überliefert ist zum Beispiel, dass einer der Trommler mit einem Pfund Speck unter dem Arm mit dem Fahrrad nach Wesel gefahren ist und dort das Speck gegen Schlag- und Klangfelle eingetauscht hat.

Der erste Auftritt des „neuen“ Korps war Fronleichnam 1947 und das erste Schützenfest für die Spielleute im August 1948. Danach ging es stetig aufwärts. Auf Wettstreiten wurden viele Preise und Urkunden eingeheimst. Diese hängen noch heute bei uns im Vereinsheim. Endlich konnte auch eine Lyra angeschafft werden.

1953 trat Ome (Onkel) Gerd, so nannten ihn die Spielleute liebevoll, im Alter von 74 Jahren zurück. Sein Nachfolger wurde Willi Bienemann. Willi war ausgebildeter Spielmann beim Stabsmusikkorps der Luftwaffe 11. 1958 wurde Willi König unserer Bruderschaft und für Ome Gerd war es eine Ehrenpflicht das Tambourkorps anzuführen. Von nun an bis zum Tode von Gerd Fischer 1965 führte Gerd das Korps auf der Parade beim letzten Schwenk an.

Schon vor dem Tod von Gerd Fischer waren zunächst die guten Jahre für unser Korps vorbei. Willi Bienemann legte, wir würden heute sagen aus Frust, sein Amt nieder. Keiner der noch aktiven Spielleute wollte sein Nachfolger werden. Hubert Spöllmann, damals junger Offizier und heutiger Ehrenoberst der Bruderschaft, übernahm die Stabführung. Marschieren und Kommandos waren für Hubert kein Problem. Mit den Märschen war er schnell vertraut und den Umgang mit dem Tambourstab übte und übte und übte er.

In Xanten munkelte man noch vor dem sonntäglichen Hochamt, dass Hubert schon wieder in den Rheinwiesen gesehen wurde, mit schwenkendem Tambourstock.

1967 übernahm der aktive Spielmann Günter Kellendonk, nur durch gutes Zureden der Spielleute, das Korps. 1968 wurde der Plan gefasst das Tambourkorps um eine Jugendabteilung zu vergrößern. Eine Werbeaktion wurde durchgeführt und es meldeten sich 30 Jungs im Alter zwischen 10 und 14 Jahren. Von diesen 30 sind heute immer noch Norbert Bullmann, Peter Bullmann und Helmut Zelißen dabei.

Der Aufbau war mühsame Kleinarbeit. Die Ausbildung der Trommler übernahm der spätere Tambourmajor Hans Terhorst und um die Flötisten kümmerte sich Werner Lemmen. Die Bruderschaft übernahm zum großen Teil die Kosten für die Anschaffung der Instrumente.

Pfingstmontag 1969 war der erste Auftritt der jungen Spielleute gemeinsam mit den übriggebliebenen „alten Hasen“ an der Rheinfähre in Xanten. Der Chronist hätte geschworen, dass es der 1. Mai war, aber geschrieben steht, es war Pfingstmontag.

Nun habe ich erst mal genug geschrieben. An die restlichen „schlappen“ 34 Jahre gehe ich demnächst an. Ob mir das dann leichter fällt? Hat es euch bis jetzt gefallen? Schreibt das doch einfach ins Gästebuch. Bitte auch, wenn es was zu ergänzen oder zu verändern gibt.

Xanten, November 2003 PB


Genau wie ich es mir gedacht habe. Es wird schwieriger die Chronik fortzuführen.

Von 1969 bis 1971 habe ich noch nichts gefunden. Für die Jahre 1972 – 1989 habe ich Protokolle von Versammlungen und Vorstandssitzungen zur Verfügung. Diese sind aber im wesentlichen sehr nüchtern geschrieben und enthalten wenig Dönkes zum Erzählen. Dann muss es eben ohne gehen!

Unser 25 jähriges Bestehen wurde 1972 ganz groß gefeiert. Über die Vorbereitung hierzu haben wir einen ganzen Aktenordner voll. Außerdem existiert ein Film, den wir im Jahre 2003 digitalisiert haben. Das Jubiläum fand während der Xantener Kirmes statt und der Festwirt war Paul Müller. Hans Terhorst, über viele Jahre schlichtweg der Motor in unserem Zug, wurde neuer Tambourmajor und löste Günther Kellendonk ab. Die Ausbildung der neuen jugendlichen Spielleute wurde neu geordnet. Die Flöter wurden durch Willi Brunnen, Vater und Opa der heutigen Spielleute Andreas, Uwe und Stefan, sowie durch Heinz Esser, Werner Lemmen und unserem späteren Tambourmajor Helmut Zelißen übernommen. Um die Trommler kümmerten sich Hans Terhorst und der ebenfalls spätere Tambourmajor Peter Bullmann. Ein ganz besonderes Highlight war für Norbert Bullmann, dass er endlich die gehasste Flöte gegen eine Trommel eintauschen durfte. 2 neue Paradetrommeln wurden angeschafft und wir fuhren zum erstenmal zum Rosenmontagszug nach Goch. 1972 ordnete sich auch die Bruderschaft neu. Es wurden drei Kompanien gebildet. Diese Kompaniebildung wurde vom Spielmann Kurt Knorr ein wenig auf den Arm genommen, indem er mit den jugendlichen Spielleuten eine 16. Kompanie gründete und alle viel Spaß hatten. In einem Protokoll fand ich, dass das im Nachhinein vom Bruderschaftsvorstand als störend und lächerlich bezeichnet wurde.

1973 fand dann der erste große Ausflug statt. Es ging zum Minidorm nach Breitscheid und zum Düsseldorfer Flughafen. Die Flöten wurden von B auf CES umgestellt. Ob die geplante Fahrt nach Ippendorf (wird später näher erklärt) stattgefunden hat, war nicht rauszubekommen. Wilfried Welbers, späterer Tambourmajor, übernahm ab 1974 die Ausbildung der Flöter.

Neben seinem Job als Tambourmajor war Hans Terhorst bis 1975 auch noch Kassierer und Schriftführer. Für diese beiden Vorstandsposten suchte er sich neue Leute und fand diese in Michael Derksen und Peter Bullmann. Paul Oeliger wurde 2. Vorsitzender. Von der Stadt wurde uns der Probenraum in der Bemmelschule gekündigt. Ein Umzug in die neue Hauptschule kam nicht in Frage und so wurde bei Winkelmann im Sälchen geprobt. Heute hat dort Walter einen Frisörsalon und der Enkel von August und Käthi, Christoph, spielt bei uns Querflöte. Der Saal bei Winkelmann wurde aber für unser stetig wachsendes Korps schnell zu klein und wir bezogen noch im gleichen Jahr bei Imgrund-Hussmann Quartier. Am 11.9.1975 war die erste Probe des neu gegründeten Fanfarenzuges unter der Leitung des Keppelner Musikers Johannes Hooghoff. Die Geschichte des Fanfarenzuges innerhalb unseres Spielmannszuges ist schnell erzählt, denn am 4.3.1979 wurde dieser wieder aufgelöst.

Wegen der Fanfaren mussten wir 1976 unseren Vereinsnamen ändern. Aus Tambourkorps wurde Spielmannszug. Zu diesem Zeitpunkt schrieben wir uns noch, wie die Bruderschaft auch, im Viktor mit k. Dieses wurde erst Anfang der neunziger Jahre in c geändert. Die alte Kegelbahn bei Imgrund-Hussmann wurde in 240 Stunden Eigenleistung und Kosten von 614,24 DM (Deutsche Mark) in einen Instrumenten- und Lagerraum umgebaut. Zu seinem 75.Geburtstag wurde Theodor (Döres) Hussmann unser erstes Ehrenmitglied. Immerhin ist auch auf Döres die Gründung unseres Zuges zurückzuführen. Das war auch gleichzeitig der erste öffentliche Auftritt mit dem Fanfarenzug. Zunächst war geplant gewesen, dass der Fanfarenzug das erste Mal Schützenfest mit antreten sollte.

Nach dem Zapfenstreich fand erstmalig kein gemeinsamer Schützenfesteröffnungsabend statt. Vielmehr feierten die Kompanien getrennt in Ihren Kompanielokalen. Weil wir mit der 3. Kompanie unser Vereinslokal bei Imgrund-Hussmann hatten, feierten wir auch gemeinsam. Die 1. Kompanie war bei Winkelmann und die 2. Kompanie beim Hotel zur Post.

Außerdem steigt der TUS Xanten in die Verbandsliga auf.

Von argen finanziellen Nöten wird in den Protokollen von 1977 berichtet. Es waren zum Ende des Jahres nur noch 60,00 DM in der Kasse. Die Bruderschaft spendierte daraufhin 500,00 DM. Johannes (Häns) Rynders wurde unser Jugendwart und blieb dies bis 1987. Für die Jugendlichen war Häns der Dreh- und Angelpunkt. Wir haben ihm eine Menge zu verdanken. Willi Maas, Opa vom heutigen Spielmann Niklas, wurde neuer 2. Vorsitzender.

In Xanten wurde die Fußgängerzone eröffnet und es gab zum erstenmal ein Programm für die jugendlichen Spielleute die nicht in Urlaub fahren konnten. Willi Kröll, unser späterer Vorsitzender, schneiderte unsere neu gestaltete Uniform.

1978 waren wir mit der Bruderschaft auf Initiative unseres Spielmanns Hermann Melchers in Bonn-Ippendorf. Hermann wohnte damals schon dort, aber es bestand immer noch ein enger Kontakt zu ihm. Auf unseren Schützenfesten war Hermann immer an der Lyra dabei. Bereits 1972 bestand der Kontakt zu den Ippendorfern, denn diese waren bei unserem Jubiläum in Xanten.

Peter Schenk, Vater von unserem heutigen Spielmann Andreas, wurde 1979 stellvertretender Tambourmajor und unser Unikum und Trommler Alfred (Appi) Knorr König in unserer Bruderschaft. Das Königschießen dauerte bis weit nach Mitternacht und Appi wurde in der Rheinischen Post „Mondscheinkönig“ genannt. Unser jahrelanger Vorsitzender Hubert Spöllmann zog sich zurück und Willi Kröll wurde auf der Jahreshauptversammlung 1980 zu seinem Nachfolger gewählt. 1980 fand ein Ausflug ins Rothaargebirge zu einem Freizeitpark mit Sommerrodelbahn statt und in einem Protokoll wird berichtet, dass Appi dermaßen schnell auf der Rodelbahn unterwegs war, dass er aus einer Kurve geflogen ist. Hans-Gerd Radovanovic, Fanfarenzugführer bei St.Helena, suchte für sich und eine Reihe seiner Spielleute einen neuen Verein und fand diesen im Xantener Blutwurst Komitee. Fast wäre die Truppe zu uns gekommen, was aber mit einer Stimme Unterschied auf einer extra dafür anberaumten Versammlung verhindert wurde. Wir feierten in diesem Jahr unsere erste Weihnachtsfeier

1981 war für uns auch wieder ein besonderes Jahr. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten traten wir zur Parade in weißen Hosen an. Ganz in Weiß wurde nun unsere Paradeuniform und wir trugen diese nur zur Parade und zur Viktorprozession. Peter Bullmann stellt sein Amt als Kassierer zur Verfügung und brachte damit zum erstenmal Widerstand zur Vereinsführung von Willi Kröll zum Ausdruck. Sein Bruder Norbert wurde sein Nachfolger.

Wilfried Welbers, auch schon langer und immer noch Aktiver und Vater unseres heutigen Spielmanns Markus, wurde Gerätewart.

Probst Wilms, Präses unserer Bruderschaft wurde verabschiedet und Probst Böcker in sein Amt eingeführt. Die Sportschützen feierten im Rahmen des Katharinenballs ihr 20 jähriges Bestehen und die Kassenlage muss wohl sehr gut gewesen sein, denn wir machten schon wieder einen Ausflug, diesmal nach Beekse Berge in den Niederlanden.

Unser heute immer noch Aktiver Helmut Zelißen, Vater von den Spielleuten Sabrina, Saskia und Philipp eröffnet 1982 sein Haarstudio und Gerd Driessen, Förderer unseres Vereins, einen Imbiss in Marienbaum. Willi Kröll organisierte zum 35 jährigen Bestehen die Trachtenkapelle Diepholz/Allgäu zum Schützenfest. Es war ein tolles Festwochenende an das sich der Chronist gerne erinnert, auch wenn der Festgottesdienst am Sonntag nach dem Krönungsball ihm als Messdiener wirklich schwer fiel. Wilfried Welbers kann sicher davon heute noch „ein Lied singen", denn er musste den Chronisten ertragen.

Das XBK feierte sein 10jähriges Bestehen und zum ersten Mal brachten wir den Katharinenschwestern im Krankenhaus zum Namenstag der heiligen Katharina am 25.11. ein Ständchen. Unsere besondere Verbundenheit mit den Schwestern und damit auch zum Xantener Krankenhaus haben wir im Jahre 2003 damit zum Ausdruck gebracht, dass wir vor der neuen Cafeteria einen Mammutbaum gepflanzt haben.

1983 bekamen wir eine Standarte und unser Udo Göd trägt diese bis heute stolz vor uns her. Peter Schenk wurde Kassierer und auf dem Schützenfest unser neuer König. Josef Hartel, späterer Kapitän, neuer Oberst der Bruderschaft.

Probst Böcker nahm 1984 seinen Abschied aus Xanten und Probst Engelbert Lindlar wurde sein Nachfolger. Mit Probst Lindlar sind wir immer noch sehr freundschaftlich verbunden. Jedes Jahr zum Pfingstzeltlager hält er, wenn es ihm seine Gesundheit zulässt, die Lagermesse.

Um die finanzielle Lage zu verbessern wurde die Zahl der zu Weckenden deutlich erhöht. Damit ist die Gemütlichkeit beim Wecken vorbei. Einige Spielleute sprachen sogar von Treibjagd und Hetzen. Es ist eben alles eine Sache der Gewohnheit, denn wenn 1984 so zirka 25 geweckt wurden liegt die Zahl heute bei 35 bis 40 und alles in der gleichen Zeit, allerdings erheblich besser, durch Wilfried Welbers, geplant. Außerdem war Wilfried 1984 unser König.

Willi Kröll organisierte den ersten Nikolaus für die Xantener Kinder und die Spielmannszüge St.Helena und St.Victor und die Feuerwehr Xanten unterstützten ihn dabei.

Im Jahre 2004 war also ein Jubiläum für diese Veranstaltung, die wir nunmehr seit einigen Jahren im Rahmen des Xantener Weihnachtsmarktes durchführen.

Wilfried Welbers wurde 1985 stellvertretender Tambourmajor und löste einen enttäuschten Peter Schenk ab. Das XBK veranstaltete eine Straßenfete und keinen Karnevalszug.

1986 feierte die Liedertafel Orphea ihr 150 jähriges Bestehen. Reinhold und Maria Holtappels übernahmen das Schützenhaus.

Petra Scholten, heute noch Aktive und Kassiererin und Ehefrau und Mutter der Aktiven Jochen und Patrick, wurde unsere Kassiererin. Im Juni veranstalteten wir ein Zeltlager in Poppenbeck bei Havixbeck/Münsterland. Das größte Problem: 36 Grad im Schatten und wie kriegen wir das Bier kalt?! Chefkoch war Andreas Schmelzer und Rührer, Wender und Abschmecker Stefan Bullmann, Aktiver und Schriftführer und Vater unserer Aktiven Aylin und sicherlich wird später noch ein Chronist „Unikum“ unseres Vereins schreiben.

1987 feierten wir unser 40 jähriges Bestehen. Willi Maas wurde für sein Engagement als zweiter Vorsitzender zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Michael Derksen (Schriftführer) und Häns Rynders (Jugendwart) traten von ihrem Ämtern zurück. Stefan Bullmann und Achim Terhorst wurden ihre Nachfolger und Jürgen Hoeboer 2. Vorsitzender.

Aus dem Jahre 1988 gibt es zu berichten, dass unser Jochen Scholten König wurde. Es war ein tolles Jahr unter seiner Regentschaft, wie bei natürlich allen Königen aus unseren Reihen.

Wie bereits in den 60iger Jahren hatten wir ein echtes Problem mit der Beteiligung der Spielleute. Hans Terhorst drohte mit Rücktritt von seinem Amt. Auch die Zusammenarbeit des Vorstandes unter Willi Kröll war ein Thema. Das ging ziemlich schleichend und führte 1989 schließlich zu einer abrupten Beendigung der Mitgliedschaft von Hans.

Helmut Zelißen wurde sein Nachfolger, allerdings änderte sich an der Situation im Verein selber wenig. Es waren für uns Übriggebliebene schwierige Jahre.

So jetzt bin ich schon mal bis 1989. An diesem Teil der Chronik wird es hoffentlich mehr Kritik geben als am Ersten, denn dort war mir das viele Lob schon etwas unheimlich.

Schreibt mir bitte wenn was falsch interpretiert wurde. Sicherlich gibt es auch einiges zu ergänzen. Für die Jahre 1969 – 1971 brauche ich noch Material. Vor allem bin ich auf Dönkes angewiesen. Bitte helft mir damit.

Stefan habe ich schon „angedroht“, dass ich demnächst über seine Protokolle „herfalle“.

Bis bald

Euer Chronist

Xanten, im Januar 2004

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