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Montag, 19 März 2012 12:38

Romwallfahrt

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Romwallfahrt 2008

Wir waren zum zweiten Mal beim Heiligen Vater!!!

Wie schon im Jahre 2003 wurden wir auch 2008 vom Geschäftsführer der Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, Ralf Heinrichs, gebeten, die Pilgerfahrt unseres Bundes nach Rom zu begleiten und für den Festzug und den Großen Zapfenstreich auf dem Petersplatz, zu Ehren von Papst Benedikt, zur Verfügung zu stehen. Am Donnerstag 23.10.2008 um 16 Uhr trafen sich 28 Victorsse bei Bus Verhuven und machten sich, mit allen Uniformen und Instrumenten, auf den Weg nach Rom.

Zur Verabschiedung kamen die 92 Schützen und Spielleute, die sich am Freitag früh morgens mit dem Flugzeug auf den Weg in die heilige Stadt machten, ebenso wie unser Diakon Werner Brammen, der allen Rompilgern den Reisesegen spendete.

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Fast gemeinsam trafen die beiden Gruppen gegen Mittag am Freitag im Quartier an der Via Aurelia ein.

Die Chalets wurden bezogen und nach der Organisationsbesprechung wurde bei herrlichem Sonnenschein und 25 Grad das erste Gruppenfoto geschossen. Zunächst war eine Anlagen- und Umgebungsbesichtigung angesetzt, aber eine ganze Reihe konnte es nicht abwarten und machte sich auf den kurzen Weg ins Zentrum von Rom, um die ersten Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.

Am Abend gab es dann die Willkommensparty am Chalet von Hauptmann und Spielmann Friedhelm Schibgilla und kurzerhand wurde das Chalet, wie schon vor fünf Jahren, in Onkel Toms Hütte umbenannt.

Zur gemeinsamen Probe machten sich am Samstag in aller Frühe 44 Spielleute auf den Weg zum Quartier der Blasmusik aus Altenbeken, das nur wenige Kilometer entfernt war. Wie schon vor fünf Jahren harmonierten wir sehr gut und unser Major Wilfried Welbers konnte schon nach einer knappen Stunde zum Abmarsch aufrufen. Am Nachmittag wurde Trastevere und die Tiberinsel von Xantenern bevölkert.

Sonntag war dann der große Tag. Wir trafen uns mit den über tausend Pilgern des Bundes um 11 Uhr an der Piazza Uffizio, um zum Petersplatz zu marschieren, wo Papst Benedikt mit uns und vielen Gläubigen aus aller Welt den Angelus betete und einen Segen spendete. Dann ging es zur heiligen Messe,die vom Bundesjungschützenpräses Robert Kleine zelebriert wurde.

Um 16 Uhr trafen sich alle wieder auf dem Petersplatz um den großen Festumzug über die Via della Conciliazione zur Engelsburg und zurück zum Petersplatz zu starten. Bei anbrechender Dunkelheit, kurz nach 17 Uhr, wurde dann von uns und den Altenbekenern ein stimmungsvoller und exzellenter Zapfenstreich unserem heiligen Vater, den Schützen und den vielen tausend Zuschauern geboten.

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Der Applaus wollte nicht enden. Ein unbeschreibliches Gefühl für uns Spielleute und Gänsehaut pur. Noch auf dem Petersplatz verlobten sich unsere Spielleute Uwe Brunnen und Melanie Kiesendahl. Uwe meinte es gäbe doch keinen schöneren Anlass und keine umwerfendere Kulisse, als den Petersplatz nach dem Zapfenstreich.

Am Montag und Dienstag gab es Stadtführungen die von Ulrike Bullmann ausgearbeitet worden waren. Petersdom, Engelsburg, Piazza Navona, Pantheon, Trevibrunnen, Piazza Venezia, Forum Romanum, Colosseum und Mund der Wahrheit waren die Ziele am Montag und am Dienstag standen Piazza del Popolo, Spanische Treppen, Piazza Barberini, Quattro Fontane, Piazza della Republica, Santa Maria Maggiore, Piazza Vittorio, Piazza San Clemente, San Giovanni in Laterno (Lateran) auf dem Programm und am Nachmittag gab es noch eine Pilgermesse für uns Schützen, die in St. Paul vor der Mauer von unserem Bundespräses Weihbischof Dr. Heiner Koch zelebriert wurde.

Nach so vielen Reisehöhepunkten durften wir dann noch am Mittwoch bei der Audienz dabei sein und auch dort unser musikalisches Können unter Beweis stellen. So nah wie wir dem Heiligen Vater waren kommen ihm sicherlich nur wenige Menschen. Man spürt eine magische Anziehungskraft und unser Papst Benedikt hat eine großartige Ausstrahlung und begeistert die Menschen. Kaum war die Audienz beendet spielten wir die neue Bundesstandarte durch die Arkaden des Petersplatzes zum Obelisken, salutiert von den Schweizer Gardisten.

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Vom Petersplatz aus starteten wir dann mit zwei Bussen zum Flughafen und der Reisebus aus Xanten trat ebenfalls die Heimreise an. Die Flugpilger waren Mittwoch abends um halb Acht wieder zu Hause und die Buspilger trafen am Donnerstag zur Mittagszeit in Xanten ein und wurden herzlich von vielen Flugpilgern begrüßt.

Auch diesmal war die Romwallfahrt wieder ein ganz besonderes Erlebnis. Wir wären reich geworden, wenn wir für jedes Foto das von uns gemacht wurde, vor allem Fotos von unserem Schellenbaum und von unserem Viktörchen Lukas, einen Euro bekommen hätten. Alle waren sich einig. Hoffentlich bittet der Bund uns auch 2013 wieder die nächste Romwallfahrt zu begleiten.

Peter Bullmann

 

 

Romwallfahrt 2003

Wir waren in Rom beim Heiligen Vater!

 

Der Geschäftsführer des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, Ralf Heinrichs, trat mit der Bitte an uns heran die Romwallfahrt zum 75jährigen Jubiläum des Bundes, vom 27.04. – 3.5. 2003, zu begleiten. Der Bund hatte dem Heiligen Vater zu seinem 25jährigen Amtsjubiläum den "Großen Zapfenstreich" geschenkt.

 

5Der Entschluss zum Mitfahren wurde auf einer Probe kurzerhand gefasst und am 27. April machten sich knapp 70 Victorianer auf den Weg nach Rom, begleitet mit einem Reisesegen, der durch unseren Diakon und Bruderschaftsmitgliedes Werner Brammen gespendet wurde. Der Rest unserer Gruppe traf nach und nach mit dem Flieger in Rom ein. In Zeiten der Billigflieger kein Problem, zumal der Flughafen Leonardo da Vinci nur 20 km von Castelfusano, unserem Quartier, entfernt ist. Insgesamt war unsere Reisegruppe 82 Personen groß.

 

Natürlich musste für eine solche Reise eine Menge organisiert werden. Ulrike und Peter Bullmann waren im Februar und nochmals Anfang April zwecks entsprechender Vorbereitung in Rom und Ostia.

 

Aber auch zu Hause gab es genug zu planen. Das Verpacken der Instrumente und Uniformen hatten wir am Karsamstag abgeschlossen. Den Transport übernahm dankenswerterweise TNT Express. Da kam einiges zusammen, denn immerhin mussten der Schellenbaum, 6 Lyren, 11 Trommeln, Pauke, Becken, Tambourstab und die Uniformen transportiert werden. Da kam nicht nur ein stattliches Gewicht zum Versand, sondern auch ein hoher Wert und da vertrauten wir nur der TNT.

 

Auf eigene Faust suchten wir uns eine Unterkunft, die wir durch das Xantener Reisebüro Hidding im Jugenddorf Countryclub Castelfusano bei Ostia, fanden.

 

Nach unserer Ankunft bezogen wir unsere Unterkünfte im herrlich gelegenen Jugenddorf Castelfusano mitten in einem Pinienwald. Am nächsten Morgen ging es zunächst zum Strand bevor die erste Stadtbesichtigung anstand. Kolosseum, der Palatin, Forum Romanum und Kapitol waren schon imposant.

 

6Mittwoch fuhren wir schon sehr früh zur Papstaudienz und alle waren mächtig beeindruckt von der Atmosphäre. Die Audienz fand nämlich wegen des herrlichen Wetters auf dem prall gefüllten Petersplatz statt. Platzprobleme hatten wir nicht, weil für alle Schützen ein besonderer Block ganz in der Nähe des Heiligen Vaters reserviert war.

 

Anschließend war die nächste Stadtbesichtigung angesagt. Es ging vom Petersdom zur Piazza Navona, Pantheon, an den Ministerien vorbei zum Trevibrunnen, wo wir Norbert Blüm trafen und weiter zu den Spanischen Treppen hin zum Piazza del Popolo.

 

7Donnerstag war dann der große Tag. Zur Nervenberuhigung wurde für den Vormittag noch ein Strandbesuch angesetzt bevor es nach Bravetta zur gemeinsamen Probe mit dem Bahnorchester Altenbeken ging. Das Bahnorchester und wir waren durch den Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften gebeten worden dem Heiligen Vater den "Großen Zapfenstreich" zu präsentieren. Nach der Probe trafen wir uns zum Platzkonzert an der Engelsburg bevor der Schützenzug mit rund 500 Schützenschwestern und Brüdern eben dort Aufstellung nahm und über die Via della Conciliazione zum Petersplatz zog. Viele tausend Zuschauer spendeten entlang dieser Prachtstraße dem ihnen Dargebotenen pausenlos Applaus. Auf dem Petersplatz boten wir gemeinsam mit den Altenbekenern ein vielbeachteten Zapfenstreich, immer wieder unterbrochen durch den Applaus der vielen, vielen Zuschauer.

 

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Gerade was unsere Spielmannsjugend bot und dieses besondere Erlebnis wird uns immer in Erinnerung bleiben.

 

Am Freitag ging es noch zum Grab des heiligen Franziskus nach Assisi, bevor der Heimweg angetreten wurden.

 

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Völlig erschöpft aber total glücklich kehrten alle nach Xanten zurück.

 

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